Trauma Therapie
Entwicklungstrauma ist die versteckte Epidemie unserer Zeit.
Ich möchte mit Ihnen über ein Thema sprechen, dass mich selbst sehr bewegt. Ich persönlich bin der Ansicht, dass noch zu wenig beachtet wird, welche Auswirkungen frühe Verletzungen auf das spätere Leben von Menschen haben.
Was aber heutzutage immer noch mehr im Fokus steht, ist das sogenannte Schocktrauma. Fast alle Trauma-Therapien behandeln hauptsächlich diese Art von Trauma.
Schocktrauma
Schocktrauma beschreibt ein einzelnes, klar abgrenzbares belastendes Ereignis, das mit verschiedenen traumatherapeutischen Methoden wie körperorientierten Verfahren, Verhaltenstherapie oder EMDR behandelt werden kann. Häufig wird Trauma mit schweren Erfahrungen wie Gewalt oder Vernachlässigung verbunden, während die Wirkung wiederholter, scheinbar kleiner Verletzungen in der frühen Kindheit bislang oft wenig Beachtung findet.
Entwicklungstrauma und frühe Verletzungen
Viele Menschen leiden unter den Folgen eines Entwicklungstrauma, ohne es zu wissen. Manche Traumaforscher nennen es die "Mutter aller Krankheiten und Störungen". Was bei der Betrachtung dessen, was ein Trauma ist, zu wenig im Fokus steht, ist das Entwicklungstrauma.
Dem heutigen Wissenstand nach geht es nicht immer um gravierende oder gewalttätige Einflüsse. Entwicklungstrauma kann auch entstehen, wenn Menschen nicht genügend Bindung bekommen, sie sich zu wenig gesehen fühlen, sie schreien gelassen werden, es Bindungsunterbrechungen gibt, z.B. Krankenhausaufenthalte. All diese Situationen, die eher im feineren zwischenmenschlichen Bereich liegen, aber eine gravierende Wirkung auf unser Leben haben, können zur Entstehung von Entwicklungstrauma beitragen.
Viele Auswirkungen, die wir heute sehen, sind Folgen von früheren kleineren Verletzungen:
- Menschen kommen kaum noch zur Ruhe
- Sie können nicht "abschalten"
- Sie können nicht "im eigenen Körper ankommen"
- Schlaflosigkeit
- Burnout
Sekundärtrauma
Ein sekundäres Trauma ist die indirekte psychische Belastung, die bei Helfern oder Angehörigen durch die Konfrontation mit den traumatischen Erlebnissen anderer entsteht, also durch Zuhören, Mitfühlen oder das Sehen traumatischer Reaktionen, die zu ähnlichen Symptomen wie bei direkt Traumatisierten führen kann, wie Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlafstörungen oder emotionale Taubheit. Es ist ein Risiko für Berufe mit intensivem Patientenkontakt und resultiert aus dem empathischen Miterleben, wobei das Nervensystem überreizt wird und Notfallreaktionen wie Dissoziation auftreten können.
Dies betrifft alle helfenden Berufe, z.B. Therapeuten, Ersthelfer, Polizisten und andere, die nicht von dem ersten Trauma betroffen sind, aber die Auswirkung fühlen.
Ablauf und Kosten einer Trauma Therapie
Zu Fragen zum Ablauf der Therapie, den Kosten und einer Terminvereinbarung kontaktieren Sie mich bitte.
